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Live At The Final Frontier (metal.de)

Einfach spitze!

Nach zwanzig Jahren illustrer Bandgeschichte, acht kraftmetallischen Spitzenalben und Hymnen in Hülle und Fülle ist es nun endlich an der Zeit. Mit “Live At The Final Frontier” beschert uns IRON SAVIOR-Mastermind, Alleskönner und Sympathikus Piet Sielck die erste Live-Scheibe seiner Hauptband. 1997 kam der eiserne Erlöser, überlebte mit uns 2001 den dunklen Angriff, reiste später mit uns nach Megatropolis und beobachtete im vergangenen Jahr den Aufstieg des Helden. Gründe en masse also nun endlich zu zeigen, was IRON SAVIOR live auf dem Kasten hat. Diejenigen, die das Allround-Talent im vergangenen Jahr auf dem Rock Hard Festival sehen konnten, wissen, dass er sich nicht einmal durch furchtbaren Regen die Laune vermiesen lässt und locker lässig sein Set durchzieht. Die vorliegende Live-Veröffentlichung zeigt auch allen anderen, mit wieviel Power und Spaß die Band stets bei der Sache ist.

Aufgenommen wurde “Live At The Final Frontier” im Januar diesen Jahres im wunderschönen Hamburg, wo IRON SAVIOR die Masse mit einem Best-Of quer durch die Bandgeschichte beglückte. Mit ingesamt 14 Stücken (eigentlich 16, wenn man das ‘Ascendence’-Intro, sowie das JUDAS PRIEST-Cover ‘Breaking The Law’ als Rausschmeißer hinzuzieht) feuerte Sielck einen Gassenhauer nacheinander in den norddeutschen Nachthimmel und ritt auf einer Welle der Euphorie. Knackige Ansagen versammeln sich mit älterem, bereits fest etabliertem Material wie beispielsweise ‘Coming Home’, ‘I’ve Been To Hell’ oder ‘Atlantis Falling’ aus der Frühphase der Band und neuen Brechern der letzten beiden Scheiben, die überwiegend an den Anfang des Sets gepackt wurden. Hier stechen vor allem das beginnende ‘Last Hero’, ‘Revenge From The Bride’ und ‘Starlight’ heraus, da sie das Konzertereignis bestens einleiten und einfach nur Spaß machen. Aber auch kleine Überraschungen wie ‘Hall Of The Heroes’ und ein ‘Iron Watcher’-Medley haben den Hamburgern im Januar viel Freude bereitet und dem Abend den entscheidenden Kick gegeben. Ein paar Alt-Hits mehr hätte IRON SAVIOR dennoch nicht weh getan. Mit der Songauswahl kann man sich dennoch sehr gut arrangieren.

Auch wenn diesbezüglich von meinem persönlichen Liebling “Battering Ram” lediglich ‘Break The Curse’ in der Setliste zu finden ist, gefällt mir “Live At The Final Frontier” als 2-CD-Gesamtpaket außerordentlich gut: Der Sound ist klar und für Live-Verhältnisse authentisch, die Zuschauerreaktionen nicht die Leisesten und die Band spielte an diesem Sahnetag einfach alles an die Wand, der enorme Spielwitz IRON SAVIORs ist in jeder Sekunde zu Greifen nahe. So ist die Livealben-Feuertaufe “Live At The Final Frontier” also ein Dokument, wie es klingen muss. Wenn Sielck etwas anfasst, das hat uns jüngst die “Megatropolis”-Runderneuerung gezeigt, dann hat das Hand und Fuß. Ob nun als Mastermind bei IRON SAVIOR, Produzent für STORMWARRIOR, WIZARD, GUN BARREL oder MASTERPLAN oder Vollblut-Musiker auf “Live At The Final Frontier”. Daumen hoch!

Review: Marcel Rapp

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